Es strömt aber das Recht wie Wasser ...

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Wer war Lehrer Scheibe?

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Nach der Renovierung

Nach der Renovierung

Sonne, Regen, Sturm und 18 Taufen in der Mulde

Das Wetter hatte es in sich – am Sonntag, den 14. Juni 2026 – als am Ufer des Flusses bei Gruna das Tauffest der Evangelischen Kirchengemeinden rechts und links der Mulde stattfand. Die Sonne schaute vorbei, aber auch prasselnder Regen und eine steife Brise durften nicht fehlen. Doch das konnte die rund 200 Gottesdienstbesucher nicht erschrecken. Über viele Wochen hatten die Kirchengemeinde in ihren Bereichen Werbung für das außergewöhnlich Event gemacht. Flyer wurden ausgeteilt, im Gemeindebrief konnte man davon lesen, auf den Internetseiten wurde die Werbetrommel gerührt und auch die Social Media Kanäle eifrig genutzt. Taufe einmal anders! Nicht in der Kirche, nicht an einem Taufbecken, sondern in Gottes wunderbarer Natur – entweder in der Mulde oder am Ufer mit Muldewasser – und in der Gemeinschaft mit anderen Täuflingen und Familien... so lautete das Versprechen der Veranstalter. Und es sollte ein Fest für die ganze Familie werden.

So hatten viele der Besucher etwas zum Picknick im Gepäck und meist so reichlich, dass das Essen geteilt werden konnte. Es gab an dem Tag und an den Tagen davor viele fleißige Helfer im Vorder- und Hintergrund. Dazu gehörten das Team um Fährhaus-Wirtin Antje Bieligk und Fährmann Helmut Reiche. Auch die Freiwillige Feuerwehr von Gruna und der Förderverein des Ortes hatten mit Hand angelegt. Doch warum wurde die Taufe am Flussufer angeboten? Pfarrerin Edelgard Richter: „Die Schwelle für eine Taufe an oder in der Mulde ist niedrig. Viele junge Familien sind in Sachen Glauben ein bisschen unentschlossen oder stehen eher am Rande. Ihnen fehlt es manchmal an Mut, in einer Kirche diesen fürs Leben Halt gebenden entscheidenden Schritt zu vollziehen. Meist ist aber auch nur ein Elternteil ein Christenmensch oder in der Familie wenige, die dazu gehören – da bietet das Tauffest an der Mulde eine echte schöne Alternative, um sich für die eigene Taufe zu entscheiden.“ Und dieses Angebot wurde wider Erwarten eifrig genutzt. Herkunft und Alter waren dabei breit gefächert und viele kamen nicht einmal vom Gestade der Mulde. Unter den Täuflingen waren Kinder, Jugendliche, Männer und Frauen aus Langenreichenbach, Meerane, Gruna, Taucha, Eilenburg, Pristäblich, Zschölkau, Krippehna und Sprotta – der Jüngste war 4 und die Älteste 66 Jahre jung. Als fast schon alle Festgäste das Ufer verlassen hatten, kam eine kleine Gruppe aus dem fernen Chemnitz angedüst. Sie hatten am Morgen über Radio MDR vom Tauffest erfahren und Mario (53 Jahre) wollte sich ebenfalls und unbedingt auch in der Mulde taufen lassen. Gesagt – getan! Die Taufen in der Mulde verliefen recht unterschiedlich. Die einen ließen sich im Uferbereich im flachen Wasser das segnende Nass über den Kopf laufen – und ganz Mutige tauchten komplett in den Fluten unter. Am Ende des Tages kamen 18 Taufen zusammen. Pfarrerin Eva Fitschen: „Sehr berührend war auch die angebotene Möglichkeit zur Tauferinnerung. Es waren ganz viele Menschen da, haben sich ein Wasserkreuz auf Stirn oder Hand gezeichnet und sich über ein ‚Wasserwort‘ aus der Bibel und einen Segen gefreut.“ Alle Anwesenden waren sich am Ende einig, hier etwas ganz Besonders erlebt zu haben: die Taufen, die Gemeinschaft, die großartige Musik vom Posaunenchor mit Kantorin Lena Ruddies oder die One-Man-Show auf dem Schifferklavier mit Kantor Norbert Britze.  Schon jetzt denkt man darüber nach, in 2-3 Jahren ein weiteres Tauffest anbieten zu wollen. 18 Menschenskinder sind nun getauft und da passen die Worte aus dem Brief des Paulus an die Galater bestens dazu: „Nun seid ihr alle zu Kindern Gottes geworden, weil ihr durch den Glauben mit Jesus Christus verbunden seid. Ihr gehört zu Christus, denn ihr seid auf seinen Namen getauft.“ Andreas Bechert

 

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"Möge dein Weg dir freundlich entgegen kommen, möge der Wind dir den Rücken stärken. Möge die Sonne dein Gesicht erhellen und der Regen um dich her die Felder tränken. Und bis wir beide, du und ich, uns wiedersehen, möge Gott dich schützend in seiner Hand halten."

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